Bilder und Texte
Lawinen Unglücke
24 August:
Die acht Bergsteiger waren an der Nordflanke des Mont Blanc du Tacul von einer Lawine erfasst worden und über tausend Meter talabwärts Richtung Bossons-Gletscher mitgerissen worden. Ausgelöst wurde die Lawine von einem abgebrochenen Sérac.
Von den acht Bergsteigern waren fünf in einer privat organisierten Tour unterwegs: Unter der Leitung des Bergführers Stephan Eder war Tobias Burkart mit seiner Partnerin und zwei weiteren Bergsteigern dabei. Tobias Burkart war seit 2006 bei Vaude für den Bereich Sponsoring, Events und Kooperationen verantwortlich, Stephan Eder war als gesponserter Alpinist im Team Alpine von Vaude.
Die fünfköpfige Gruppe war bei guten Witterungsbedingungen auf dem Normalweg auf den Montblanc du Tacul unterwegs, als sich die Lawine löste. Der Normalweg führt über die rund 600 Meter hohe, rund 40 Grad steile und komplett vergletscherte Nordwestflanke des Berges. Er ist auch Teil der klassischen Montblanc-Überschreitung, die über den Tacul und den Mont Maudit schließlich zum höchsten Punkt führt.
Nach Einschätzung des Deutschen Alpenvereins (DAV) haben die Alpinisten keine Fehler gemacht – die Verhältnisse dürften nach klarer und kalter Nacht gut gewesen sein. „Dass genau in dem Moment, in dem sie die Seracs querten, ein Eisschlag entsteht, war für sie nicht vorhersehbar; die Gruppe hatte leider nur großes Pech. In der laufenden Saison haben schon viele Bergsteiger die Route ohne Probleme gehen können“, so Stefan Winter, Bergführer beim Deutschen Alpenverein.
Der Montblanc du Tacul (4248 m) ist ein dem Mont Blanc (4810 m) vorgelagerter Gipfel. Er wird entweder als eigenständiges Ziel bestiegen oder im Rahmen einer
Überschreitung zum Mont Blanc gequert. Die Normalroute ist sehr bekannt, vielbegangen und durch die Nähe zur Seilbahn auf die Aiguille du Midi und zur Cosmiques-Hütte gut erreichbar. Es handelt sich um einen einfachen Anstieg. Das Risiko wird in Bergsteigerkreisen und von Experten als vertretbar eingestuft.
Der Mann, der aus dem Schwalm-Eder-Kreis stammte und als erfahrener Kletterer galt, stürzte nach Erreichen des 300 Meter hohen Gipfels auch noch ungeklärter Ursache ab. 15 Meter weiter unten prallte er auf Felsen auf und zog sich dabei so schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle starb. Bei der Bergung des Verunglückten waren 41 Feuerwehrleute im Einsatz. Der Mann war nicht alleine, sondern in einer Dreiergruppe unterwegs.
Lawinenunglücke der letzten Monate
Ungewöhnlich heftige Schneefälle hatten in den vergangenen Wochen eine Serie tödlicher Lawinenunglücke in den Alpen zur Folge. Nachfolgend die schlimmsten Fälle:
31.Januar:
In den Chiemgauer Alpen ersticken zwei Menschen in einer Lawine, die vom Klausenberg nahe Aschau abgegangen war. Wenige Stunden nach dem Unglück bergen die Suchmannschaften eine 42 Jahre alte Frau tot aus den Schneemassen. Einen Tag später finden sie auch ihren 47 Jahre alten Lebensgefährten.
08. Februar:
Am Rand von Wengen im Berner Oberland (Schweiz) rast eine Lawine über ein Cafe hinweg. Der 58 Jahre alte Besitzer und seine 52 Jahre alte Frau werden von einer einen Meter dicken Schneeschicht begraben und können von den Rettungskräften nur noch tot geborgen werden.
09. Februar:
Zwölf Menschen sterben, als in den französischen Alpen nördlich von Chamonix zwei Schneebrett-Lawinen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern niedergehen und mehrere Chalets unter sich verschütten. Von einigen Häusern sind nach der Katastrophe nur noch die Fundamente sichtbar. Das letzte der allesamt französischen Opfer, ein 15jähriger Junge, wird erst drei Tage später gefunden.
12. Februar:
Fünf Wintersportler, die die markierten Pisten verlassen hatten, zahlen dafür mit ihrem Leben. Im französischen Les Arcs töten Lawinen zwei Männer und eine Frau, in Val d’Isere sterben ein 22jähriger Australier und eine 26jährige Engländerin. Die Opfer werden von einer bis zu sechs Meter dicken Schneeschicht begraben.
21. Februar:
Im schweizerischen Wintersportort Evolene (Kanton Wallis) werden zehn Menschen, darunter der Gemeindeschreiber und seine Freundin, von zwei gewaltigen Schneebrettern in den Tod gerissen. Mindestens fünf Chalets werden zu Tal gewalzt. Die Lawinen hätten wie “Bulldozer” alles erdrückt, sagte der Chef des Krisenstabes.
22. Februar:
In Gargellen im österr
eichischen Vorarlberg prallt eine Lawine gegen ein Restaurant. Zwei Angestellte werden von den Helfern erst nach zehn Stunden entdeckt. Während eine Frau nur tot geborgen wird, stirbt ihr Kollege erst am folgenden Tag, nachdem schlechtes Wetter seinen Transport in ein Krankenhaus verhindert hatte.
23. Februar:
Mindestens neun Menschen sterben, als Tonnen von Schnee Ferienwohnungen und Pensionen in Galtür (Paznauntal/Tirol) unter sich begraben. Mehr als 30 Menschen, zumeist Urlauber, wurden am Morgen des folgenden Tages noch vermißt.
Eisblock löste Lawine aus
In einer Höhe von etwa 3.600 Meter löste sich ein Eisblock, der beim Runterrutschen immer größer wurde. Am Ende sei es eine 200 Meter lange und 50 Meter breite Lawine gewesen.
|
|
31 Menschen kamen im Winter 1998/99 allein beim Lawinenunglück im Tiroler Galtür ums Leben. Österreich war geschockt, und viele fragten sich, ob eine Naturkatastrophe dieses Ausmaßes nicht heutzutage vorhersagbar sei.
|
|
Ein Sturz mit Folgen
Ein 59-jähriger Alpinist stürzte beim Aufstieg auf den Fitzer im Berner Oberland in den Tod. Wie die Berner Kantonspolizei mitteilte, war der Mann im Bereich der Fitzersschniede an einer Stelle nach dem so genannten Esel unterwegs, als der Schweizer ungefähr 100 Meter in die Tiefe stürzte. Er und die beiden Personen, die ihn begleiteten, wurden von der Rettungsflugwacht (Rega) geborgen.
Ein Sturz in den Tod
. Im Wallis sind in den vergangen zwei Tagen drei Alpinisten in den Tod gestürzt. Die Identität der Verunglückten steht nicht fest. Ein Opfer forderte das Matterhorn, eines der Petit cocher du Portalet und eines der Grand-Combin.
Alle Unfälle geschahen beim Aufstieg. Wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte, stieg eine Zweierseilschaft zum Matterhorn auf. In einer Höhe von rund 4200 Metern über Meer stürzte der eine Bergsteiger gut 500 Meter in die Tiefe. Die beiden Alpinisten waren nicht angeseilt.
Zwei andere Alpinisten starteten tags darauf von der Ornyhütte aus zum Petit clocher de Portalet. In rund 2750 Metern Höhe stürzte einer von ihnen 15 Meter tief in die Südwand. Er starb noch auf der Unfallstelle. Alarm löste der Hüttenwart aus.
Tödliches Unglück in der Schule
Vor etwa sechs Jahren wollte ein junge der bei uns in die schule ging (Stämpflischulhaus)
, das Treppengeländer hinunter gleiten. Plötzlich verlor er dass Gleichgewicht und fiel etwa 12 Meter in die tiefe. Als Hilfe kam war er bereits tot.